Die Fahrten


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Wer ist bajazzo ?
Wir sind ein eingetragener und anerkannt gemeinnütziger Verein, der seit 1993 Ferienfahrten für körperlich und geistig behinderte Menschen organisiert.
Gegründet wurde der Verein 1991 als Spiel- und Theaterwerkstatt von mehreren Pädagogen und anderen Interessierten.
Die Zielsetzung bestand darin, in Projekten, Seminaren und anderen Veranstaltungen mit unterschiedlichen Zielgruppen eine
aktive Teilnahme am kulturellen Geschehen und nicht-alltägliches Freizeiterleben zu fördern.
Das erklärt, warum heute neben der Arbeit mit behinderten Menschen auch andere Veranstaltungen von uns organisiert werden
(z.B. die Hamburger Zelttheaterwochen). Das bedeutet aber vor allem, daß wir auf unseren Ferienfahrten
Wert darauf legen, für die teilnehmenden Personen einen größtmöglichen Freizeit- und Erlebniswert zu erreichen.


Die „ Gastweise Unterbringung “ (GU)
Wenn ein behindertes Kind bei den Eltern lebt, kann beim Hamburger Landesamt für Rehabilitation oder
beim zuständigen Sozialamt die Kostenübernahme für eine gastweise Unterbringung beantragt werden.
In der Regel werden drei Wochen pro Jahr für diese Maßnahme bewilligt.
Sie dient in erster Linie dazu, die Eltern zu entlasten und hat nicht den Anspruch, dem Kind Ferien ohne Eltern zu ermöglichen.
Dennoch bieten einige unabhängige Träger Fahrten an, die über diesen Etat finanziert werden.


Die bajazzo Ferienfahrten
Unser Anliegen ist es - ausgehend von den Interessen und Neigungen der TeilnehmerInnen -, eine interessante,
erholsame und schöne Zeit miteinander zu verbringen.
Dazu gehört die gegenseitige Achtung der Persönlichkeit, eine vertrauensvolle Atmosphäre und eine aktive Freizeitgestaltung.
Um dies zu erreichen, haben die Fahrten eine bestimmte Struktur, die aufgrund der relativ kleinen Zahl der TeilnehmerInnen flexibel bleiben kann.

Gemeinsame Aktivitäten

Unsere Aktivitäten sind bestimmt von den persönlichen Interessen und Neigungen der Mitfahrenden und von den Möglichkeiten vor Ort.
Wir legen Wert darauf, daß die TeilnehmerInnen das Gefühl eines selbstbestimmten Aufenthalts haben.
Zu Beginn der Freizeit (zum Teil auch schon vorher) sammeln wir Ideen zu Freizeit-Aktivitäten, die wir soweit es geht in die Tat umsetzen.
Darüberhinaus machen auch wir Vorschläge. Das ergibt meistens ein buntes Sammelsurium an Aktionen. Einige Beispiele von vergangenen Fahrten:
schwimmen, Schnitzeljagden, reiten, Discothek, verkleiden, spazierengehen, Kino, Schiffsausflüge, tanzen, Musik machen, Wildpark, spielen,
Pilze sammeln, singen, Fußball, Radfahren, Theater spielen, Zoo, batiken, Spielplatz, Brot backen, puzzeln,
Erlebnispark, töpfern, T-Shirts bedrucken, malen, Keyboard spielen, basteln, Party feiern, Kutschfahrten,
Gipsmasken, Geländespiele, Dampfeisenbahn fahren, vorm Kamin sitzen, Fahrradrallye, kuscheln, Musik hören, Briefe schreiben, Jahrmarkt,
Kuchen backen, eine Show machen, vorlesen, Radtour, und viele viele mehr...


Eigene Versorgung
Für die Mahlzeiten sind wir selbst zuständig, d.h. jedeR ist mal (mehr oder weniger) daran beteiligt.
So können wir auch mal spontan Tagesausflüge machen, picknicken oder eine Aktion verlängern.
Auch beim Einkaufen und anderen alltäglichen Erledigungen kann sich beteiligen, wer Lust hat - soweit es machbar bzw. zu verantworten ist.
Übrigens wird das gern in Anspruch genommen: fast alle kennen’s von zuhause.
Zum Milchholen vom Nachbarhof geht man auch ganz gern alleine, wenn man erstmal weiß wie’s geht...

Tagesrhythmus
Gemeinsames kochen, einkaufen, planen und gemeinsame Aktivitäten können in der Regel eine vertrauensvolle Atmosphäre schaffen,
und alle sind am Geschehen beteiligt. Für Viele ist es darüberhinaus wichtig, im Tagesablauf wiederkehrende Strukturen
und regelmäßige Ruhephasen vorzufinden. Darum machen wir in der Regel nach dem Mittagessen eine Mittagspause, in der es nicht ums schlafen,
sondern um Entspannung geht und die jedeR individuell nutzen kann.
Was uns sehr am Herzen liegt, sind unsere Abendrunden: Vor dem Zubettgehen treffen sich alle in einer Runde, in der jedeR sagen kann,
was ihr oder ihm gefallen hat, was nervt oder was es sonst zu sagen gibt. Damit haben nicht nur die lautesten und schnellsten, sondern alle Gelegenheit,
ihre Meinung zu sagen. Außerdem kann man Lieder singen, vorlesen, Geschichten erzählen und zur Ruhe kommen.


Betreuung
Auf unseren Fahrten arbeiten sowohl ausgebildete Kräfte als auch Honorarkräfte aus dem pädagogischen Bereich.
Sie haben in der Regel fundierte und zum Teil lang zurückreichende Erfahrungen in der Arbeit mit Behinderten.
Durch das relativ junge Durchschnittsalter von etwa 28 Jahren kann unserer Meinung nach eine für die TeilnehmerInnen angenehme
und ihren Interessen nahekommende Stimmung entstehen. Zu den Fahrten wird von uns außerdem ein Vorbereitungs- und Schulungswochenende
durchgeführt. Die Teams lernen sich kennen, tauschen Informationen und Erfahrungen aus und bereiten die Fahrt vor.
Sie machen sich außerdem mit den TeilnehmerInnen vertraut, die sie zuvor bei den Eltern und in der jeweiligen Einrichtung (z.B. Schule) kennengelernt haben.
Es sind immer vier Betreuungskräfte im Dienst, am Anfang und am Ende jeder Freizeit jeweils alle sechs. Der Dienstplan sieht eine Arbeitsperiode von vier Tagen vor mit zwei anschließenden freien Tagen. Zur Mittagspause und in der Nacht hat jeweils eine Kraft Bereitschaft.

Allgemeine Informationen

Wann?
Wir bieten unsere Ferienfahrten jeweils in den Hamburger Schulferien an, in denen auch Sonderschulen usw. Ferien haben.
Es gibt in jedem Jahr eine Fahrt im Frühjahr, mehrere in den Sommerferien und eine im Herbst.

Wieviele Personen?
Wir fahren in relativ kleinen Gruppen von nicht mehr als zehn teilnehmenden und sechs betreuenden Personen.

Wohin?
Die Fahrten gehen in verschiedene, landschaftlich schön gelegene Häuser, die wir jeweils anmieten.
Sie befinden sich in ländlicher Umgebung und sind in der Regel nicht weiter als 150 km von Hamburg entfernt..

Gruppen-Zusammenstellung
Bisher haben wir versucht, auf alle Terminwünsche möglichst einzugehen. Dadurch ist eine altersmäßig genau abgestimmte Gruppe
mitunter schwierig zu realisieren und das Alter der Teilnehmenden kann schon mal zwischen 10 und 25 Jahren schwanken.
In den nächsten Jahren werden wir daher Fahrten nach Altersgruppen unterteilt zu festen Terminen anbieten.
Wenn wir einmal Erfahrungen mit massiven Schwierigkeiten zwischen bestimmten TeilnehmerInnen gesammelt haben,
versuchen wir, solche Gruppenzusammenstellungen zu vermeiden.

Wer kann teilnehmen?
Grundsätzlich kann jeder und jede mitfahren, desse oder deren Antrag bei der Behörde anerkannt wurde.
Darüberhinaus haben unsere Erfahrungen ergeben, daß es im einen oder anderen Fall günstiger sein kann,
Angebote von anderen Trägern wahrzunehmen. (Soweit wir können, sind wir dabei behilflich.)
Unsere TeilnehmerInnen sind meist zwischen 10 und 25 Jahre alt, pro Fahrt haben wir zwei Plätze für RollstuhlfahrerInnen.


Der formale Ablauf

Anmeldung
Am Anfang eines Jahres geben wir ein Informationsblatt heraus,
auf dem Termine, Häuser und ein Anmeldeformular zu finden ist. Dieses wird ausgefüllt und uns zugesandt oder gefaxt. Formular online auf dieser Seite!

Anmeldebestätigung
Wenn für die gewünschte Fahrt noch Plätze frei sind oder nach telefonischer Rücksprache ein alternativer Platz gefunden
werden konnte, erhält der/die TeilnehmerIn eine Anmeldebestätigung.

Antrag auf Kostenübernahme
Mit der Anmeldebestätigung kann bei der zuständigen Behörde ein (formloser) Antrag auf die Übernahme der Kosten für die Fahrt gestellt werden.
Das ist in Hamburg das Landesamt für Rehabilitation bzw. das zuständige Sozialamt.

Hausbesuch
EineR der BetreuerInnen der betreffenden Fahrt besucht den/die TeilnehmerIn zuhause.
Das dient dazu, sich kennenzulernen und auf individuelle Besonderheiten und Bedürfnisse vorbereitet zu sein.
Nach Möglichkeit (und mit dem Einverständnis der Eltern) besuchen wir aus demselben Grund auch die Schule bzw. Tagesförderstätte o.ä.

Elterninfo per Post
Die Eltern BetreuerInnen der TeilnehmerInnen bekommen einige Tage vor dem bekannten Abfahrtstermin per Post die Mitteilung,
wann und wo genau die Freizeit losgeht und endet (Treffpunkt), Adresse und Telefonummer des Hauses usw.

Während der Freizeit
Post und Telefonate von und nach Hause sind kein Problem. Post von zuhause kommt immer gut an.
Besuche sind etwas schwieriger, weil ein Elternbesuch während der Freizeit für die nicht besuchten TeilnehmerInnen ungerecht wirkt.

Nachtreffen
Einige Wochen nach jeder Freizeit organisieren wir an einem Sonntagnachmittag ein Nachtreffen, auf dem erzählt, Dias angeguckt,
Kaffee getrunken, Kuchen gegessen etc. werden kann.

Bei weiteren Fragen Fragen können Sie und könnt Ihr uns anrufen oder schreiben.